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Wie ein Personal Learning Network organisieren?

Intensiv netznutzende und wißbegierige Zeitgenossen werden das Problem kennen und verstehen: Es gibt so viel Anregendes und Interessantes, dass es zunehmend schwieriger wird, auch nur annähernd die Übersicht zu behalten. Oft genug werden an sich höchst interessante Beiträge kursorisch zur Kenntnis genommen, gebookmarkt / getwittert / gebloggt – und schon nächste Woche wieder vergessen.  (Schön zugespitzt beschrieben in diesem Spiegel-Artikel).

Das hat natürlich mit einem Überangebot an Information zu tun (gekoppelt an ein Unterangebot an verfügbarer Zeit 😉 ), sicher auch mit der Schwierigkeit, Informationen effektiv zu filtern – aber eben auch mit der Tatsache, dass es sich als schwierig herausstellt, alle Informations- und Kommunikationsstränge zusammenzuhalten. Da sind zum einen jede Menge Blogs auf dem GoogleReader abonniert, dazu tummeln sich noch zusätzliche RSS-Feeds auf iGoogle, diverse E-mail-basierte Newsletter fallen an, ein reger E-mail-Verkehr kommt dazu, Facebook schwemmt Infos an genau wie Twitter – usw. usf.

Natürlich versucht man, Redundanzen zu vermeiden und nutzt dankbar die Möglichkeiten, Informationsstränge zu bündeln (zB die diversen API von Facebook, Twitter und Google, zB die Bündelung der RSS-Feeds im GoogleReader), trotzdem fühl ich mich oft wie ein Informationsmessie (was aufs Schönste mit dem Zustand meines Schreibtischs korrespondiert).

In dem Zusammenhang hilft die Präsentation von Bethany Smith ein wenig beim Finden von Klarheit und ist eine weitere Aufforderung, endlich mal wieder Ordnung im Informationswust zu schafffen.

Und dennoch – es bleibt das Gefühl des Unbehagens. Ob vielleicht auch daher die großen Erwartungen an Entwicklungen wie GoogleWave rühren – die Erwartung, dass es Wege geben kann, viele Informationsstränge zusammenzuführen? Man wird sehen.

Bis jetzt am nützlichsten für mich erweist sich iGoogle (als Startseite eingerichtet), da ich dort am ehesten Stränge per Gadget zusammenführen kann. Was sind eure Erfahrungen?

Spannend wäre es, das Ganze einmal auf das Informationsverhalten von Schülern zu übertragen. Gerade für sie sollte ein halbwegs geordnetes Personal Learning Network doch am nützlichsten sein… Aber gerade dort scheint das eher selten ein Thema zu sein. Ich kenne zB kaum einen Schüler – auch kaum einen Abiturienten – der tatsächlich RSS nutzt. Sehr viele nutzen kaum noch E-Mail, man kommuniziert vorzugsweise in SchülerVZ, Facebook, regionalen Netzwerken oder per ICQ und Co. Wie kommt das?

4 comments to Wie ein Personal Learning Network organisieren?

  • Ich kenne zB kaum einen Schüler – auch kaum einen Abiturienten – der tatsächlich RSS nutzt. Sehr viele nutzen kaum noch E-Mail, man kommuniziert vorzugsweise in SchülerVZ, Facebook, regionalen Netzwerken oder per ICQ und Co. Wie kommt das?

    Ich kenne auch keinen.

    Ich habe den Eindruck, das ist Bequemlichkeit. Die Schüler nutzen ICQ ohnehin privat und wenn man sich eine Datei schicken muss, macht man das eben auf darüber. Hinzu kommt meines Erachtens ein fehlen an Voraussicht (altersbedingt) und ein Vermeiden von Mühe.

    Ich stelle es mir schwierig vor, sollte sich später einmal die Notwendigkeit ergeben, den Text einer Nachricht oder einen Dateianhang wieder zu finden, diesen tatsächlich aufzuspüren. Er könnte nämlich in irgendwelchen Chatprotokollen oder Facebook Messages vergraben sein oder an einer von 10 weiteren potentiellen Stellen.

    Das “Mühevermeiden” sehe ich darin, dass man keine Lust hat, sich im Vorhinein Gedanken zu machen und eine Lösung zu “planen”. Meistens ist das als Schüler ja auch noch nicht nötig, Erfahrungsgemäß machen die meisten Leute als Erwachsene aber eben genauso weiter (s. viele Kollegen) und ertrinken dann im Chaos.

    Ich nutze übrigens iGoogle nicht. Google Reader für RSS (synced mit Byline auf dem iPhone), Google Mail für Mail, ansonsten Moodle für alles Schulische, Facebook, ein Posterous “Sideblog”, Twitter … – schon auch ne ganze Menge, wie mir auffällt 🙂 – aber bisher hege ich noch die Illusion, das im Griff zu haben.

  • Hallo Uwe,

    ich persönlich nutze iGoogle und den Google-Reader. Im Laufes des Tages verschaffe ich mir im Google-Reader Übersicht über die neusten Nachrichten aus den verschiedensten Bereichen. Wenn ich konkret was suche, nutze ich allerdings Google bzw. durchsuche meine Feeds, wenn ich denn meine, dort mal was Interessantes zu dem gesuchten Thema gefunden zu haben. Netvibes habe ich ausprobiert, um meine Spanischpodcasts, die sich für den Unterricht lohnen, zu sammeln, um dann den Link der Seite bei Fortbildungen weitergeben zu können. Diese Seite aktualisiere ich regelmäßig, sodass die TN immer wieder neue Podcasts finden.

    Meinen Schüler habe ich iGoogle vorgestellt und einige haben sich direkt eine persönliche Startseite angelegt, die sie nach eigenen Angaben regelmäßig nutzen, um beliebte Anwendungen auf einem Blick zu haben (Wikipedia, Wetterbericht, Bahnfahrplan, YouTube Videos etc.).
    Meine Erfahrung ist, dass die beliebtesten Anlaufstellen zur Informationssuche für Schüler die Google-Suche und Wikipedia sind. Persönliche Netzwerke wie wer-kennt-wen, myspace und facebook nutzen sie zur Unterhaltung und Kommunikation mit Freunden. Als Informationsquelle (Wissen recherchieren, ein Referat vorbereiten) kommen sie eher nicht in Frage. Ich denke, dass sich Schüler bei der Nutzung von sozialen Netzwerken vor allem soziale Kompetenzen aneignen; es ist also mehr soziales Lernen, als Aneignung von Faktenwissen.

    Fazit: Das “ernste” Lernen erwarten Schüler von der Schule und den Lehrern und suchen es nicht im Internet. Informelles Lernen beschränkt sich auf die Ausbildung sozialer Kompetenzen.

    Grüße
    Verena

  • Interessante Diskussion. Regt mich zu einer Schülerumfrage an. Die studivz-Nutzung dient nach meinem vorläufigen Eindruck vorwiegend der Kommunikation, wie auch ICQ, ist halt billiger als Handy? Die Art der Informationsbeschaffung(über denVerlauf der letzten Party hinaus) wäre schon genauer zu ergünden.Ich habe noch nicht auf die Startseiten bei schülereigenen Rechnern geschaut. RSS nutzen mit Sicherheit auch bei meinen “großen” sehr wenige.
    Echte Netzjunkies scheinen mit der Vielfalt weniger Probleme zu haben als ich.
    Ich selbst kann mich bisher nicht zwischen iGoogle und Netviebes entscheiden. Auf dem meistgenutzten Laptop habe ich letzteres als Startseite. Die da auch existierende so genannte öffentliche Seite ist wohl mehr oder minder überflüssig, wenn man sowieso irgendwo im Netz vertreten ist. Auf Neues werde ich jedoch vorwiegend über Forumabo und andere Mails aufmerksam gemacht.

    Ein Astronomiemethodiker (Übersetzt: Ein Fachdidaktiker)hat seinem neuen Kollegen 1988 bei einem konkreten Thema empfohlen: “Maximal 10%!”. Ich beobachte bie mir selbst, dass ich für tägliche Überblicksgewinnung eigentlich auch heute nicht viel mehr Zeit zur Verfügung habe, aber trotzdem oft mehr davon “verbrate”.

    Es gibt so viel Anregendes und Interessantes, dass es zunehmend schwieriger wird, auch nur annähernd die Übersicht zu behalten.

    Auf dem letzten Educamp in Ilmenau habe ich (hoffentlich authentisch) ein Zitat von Christian Spannagel mitgeschrieben:
    Man muss den Anspruch loswerden, den Überblick behalten zu wollen.

  • Detlef Wagner

    Nachtrag: Es ist wohl wirklich bedenklich, wenn nicht sogar rekursiv.

    Ich habe heute mit meinen Schülern über eben dieses Problem diskutiert, dem ich gleichzeitig erlegen bin. Nach 30 Minuten(!!) Nacharbeit habe ich nun endlich den Begriff wiedergefunden, den ich für ein Synonym des Wortes Junkie halte: Avicionados.
    Ich war sicher, es in Deinen Diskussionen bzw. Kommentaren geflesen zu haben und nicht in jenem Spiegelartikel.

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