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	<description>Dies und das - und jenes auch.</description>
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		<title>Nachlese MoodleMoot 2012</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Mar 2012 19:43:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe Klemm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Moodle]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Gleich nach der Rückkehr von der MoodleMoot sollen hier &#8211; bevor manches wieder in Vergessenheit gerät &#8211; wie schon in vergangenen Jahren einige Eindrücke festgehalten werden.</p>
<p>Die Erwartungen waren angesichts des doch sehr umfangreichen und vielfältigen Programms groß &#8211; und sie sind insgesamt nicht enttäuscht worden. Die Moot war &#8211; wie schon in den vergangenen Jahren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://eventualitaetswabe.de/?attachment_id=943" rel="attachment wp-att-943"><img class="alignleft  wp-image-943" style="margin: 5px;" title="Logo MoodleMoot" src="http://eventualitaetswabe.de/wp-content/uploads/2012/03/MootMSLogo-Learnweb-300x162.png" alt="Logo MoodleMoot" width="300" height="162" /></a>Gleich nach der Rückkehr von der <a title="HP Moot" href="http://moodlemoot.de" target="_blank">MoodleMoot </a>sollen hier &#8211; bevor manches wieder in Vergessenheit gerät &#8211; wie schon in vergangenen Jahren einige Eindrücke festgehalten werden.</p>
<p>Die Erwartungen waren angesichts des doch sehr umfangreichen und vielfältigen <a title="Programm" href="http://moodlemoot.moodle.de/mod/url/view.php?id=1721">Programms </a>groß &#8211; und sie sind insgesamt nicht enttäuscht worden. Die Moot war &#8211; wie schon in den vergangenen Jahren &#8211; hervorragend vorbereitet und organisiert, ein großes Team sehr freundlicher und aktiver studentischer Hilfskräfte kümmerte sich einen reibungslosen Ablauf. Nur so war es möglich, im sehr straffen Programm einigermaßen verlustfrei mitzuschwimmen: Die meisten Vorträge waren auf 30min begrenzt, die Wechselzeit zwischen den Vorträgen war sehr knapp bemessen. Das war der Preis für ein wirklich facettenreiches Programm &#8211; man musste sich halt sputen <img src='http://eventualitaetswabe.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Insgesamt wirkte die Moot in diesem Jahr zumindest für mich ein gut Teil routinierter und selbstverständlicher als manchmal in den letzten Jahren. Das ist durchaus nicht negativ gemeint: Es fehlten zwar manche Zugpferde und Paukenschläge (schade zum Beispiel, dass nicht wieder eine Keynote von Max Woodtli dabei war), dafür gab es nach meiner Wahrnehmung weniger (ja durchaus verständliche) Eitelkeiten und Selbstdarstellung. Das mag man als Zeichen dafür sehen, dass Moodle im Alltag angekommen ist &#8211; und wir jetzt mitten in den viel zitierten Mühen der Ebene stecken.</p>
<p>Wie immer war für den einzelnen Teilnehmer nur ein Ausschnitt sichtbar. Die Höhepunkte meines Ausschnitts seien im Folgenden kurz umrissen:</p>
<p><span id="more-942"></span></p>
<p>Zunächst folgte ich dem Vortrag von Andreas Hruska von <a title="edidaktik.at" href="http://edidaktik.at" target="_blank">edidaktik.at</a> zu &#8220;Moodle maßgeschneidert&#8221;, in dem verschiedene Möglichkeiten der Anpassung von Moodle an unterschiedliche Bedürfnisse geschildert wurden, z.B. per Theme, Sichtbarkeiten, Blöcke, Schnittstellen, Module etc. Aufschlussreich ware die Vorstellung eines Moduls, in dem der Abarbeitungsgrad von Kursinalten detailliert, grafisch aufbereitet und auditfähig dargestellt werden kann. Das ist für unsere schulische Praxis eher weniger relevant, in Weiterbildungszusammenhängen aber sicher sehr willkommen. Interessant auch die Tatsache, dass in Österreich &#8211; deutlich mehr noch als in Deutschland &#8211; Moodle als LMS der absolute Platzhirsch ist.</p>
<p>Einer der für mich fruchtbarsten Vorträge war der von Andreas Henke zum <a title="CfP Henke" href="/http://moodlemoot.moodle.de/mod/data/view.php?d=78&amp;rid=811&amp;filter=1" target="_blank">Einsatz von Moodle im bilingualen Sachfachunterricht</a>. Mir ist völlig unverständlich, dass der Vortrag so schwach besucht war &#8211; die dort vorgestellten Szenarien waren extrem gut durchdacht. Sehr anregend fand ich die Ideen zum Einsatz des Wiki für Stundenprotokolle &#8211; und endlich habe ich einmal wirklich überzeugende und keineswegs aufgesetzt wirkende Einsatzmöglichkeiten von Lektion und Workshop gefunden (nämlich für ein gut durchdachtes Selbst- und peer-assessment). Klasse, das fass ich in nächster Zeit auf jeden Fall mal an.</p>
<p>Ein weiteres absolutes Highlight war die Vorstellung eines <a title="Beitrag Miller-Schule" href="http://moodlemoot.moodle.de/mod/data/view.php?d=78&amp;rid=815&amp;filter=1" target="_blank">hochgradig individualisierten und kompetenzorientierten Unterrichts</a> mit Moodle und Mahara an einer Berufsschule durch Dietmar Johlen und Waldemar Sobieroj. Die Art und Weise, wie Schüler dort selbstbestimmt arbeiten können, ist fast unglaublich. Wegen der starken Handlungsorientierung in der beruflichen Ausbildung ist das Modell sicher nicht ohne Weiteres auf die allgemeinbildende Schule übertragbar &#8211; aber extrem anregend ist der Ansatz allemal. Überzeugend auch der klare Werkzeugcharakter von Moodle und Mahara und die Aufgabenteilung zwischen beiden Plattformen &#8211; so soll es sein! Wird mich noch lange beschäftigen, da bin ich sicher.</p>
<p>Insgesamt hab ich bedauert, dass &#8211; grad auch im Lichte der gegenwärtigen Urheberrechtsdebatte, die u.a. in der Keynote von Eva Maria Herring Ausdruck fand, recht wenig von der ja gerade sehr aktiven OER-Diskussion zu spüren war. Der Vortrag von Richard Heinen zu <a title="edutags" href="http://edutags.de" target="_blank">edutags </a>und Moodle bildete da eine rühmliche Ausnahme. Edutags hat ganz sicher erheblich mehr Aufmerksamkeit verdient &#8211; möglicherweise ist manchem OER-Aktivisten aber die Anbindung an den Deutschen Bildungsserver zu &#8220;bieder&#8221;? Völlig zu Unrecht! In Diskussionsbeiträgen, Twitterkommentaren (die in diesem Jahr sehr, sehr dünn gesät waren &#8211; wieso eigentlich?) etc. wurde eine stärkere OER-Akzentuierung u.a. von Rolf Kröger und Thomas Strasser gefordert, völlig zu Recht.</p>
<p>Leider hab ich es nicht geschafft, die vielfältigen Mahara-Angebote angemessen wahrzunehmen, auch um <a title="Edusharing" href="http://www.edu-sharing.net" target="_blank">Edusharing </a>hätte ich mich gern mehr gekümmert. Anregende Gespräche mit Kollegen gab es auch wieder eine Menge &#8211; schade, dass für mehr nicht die Zeit war.</p>
<p>Froh und dankbar bin ich, dass unsere zwei Angebote sehr gut besucht waren und ein ermutigend positives Echo erhalten haben. <a title="PDF des Vortrags" href="https://docs.google.com/open?id=0Bx0zY-pIOcL1bDB1VERsWVpTOGVYSTAtaDNMLS1Idw" target="_blank">Im ersten Vortrag</a> konnten wir unsere Strategie und Erfahrungen beim Update unseres Moodle von 1.9 auf 2.2 darstellen, unser Admin Christoph Hahn stellte das technische Vorgehen detailliert dar, ich ging auf Organisation und Fortbildungsbegleitung ein. Ermutigend, dass wir erfuhren, dass die Uni Regensburg für ihr Update ein fast identisches Prozedere entwickelt hat!</p>
<p>Im zweiten Vortrag konnte ich immerhin 40 Interessierten unsere <a title="ppt zum Community Hub" href="https://docs.google.com/presentation/d/1Gt1KJ32BprOtg8xQFKk8RPd23dH1lBZTlRT1OqPiT7s/edit" target="_blank">Überlegungen zu einem Verbund von Community Hubs</a> darlegen. Wir sind überzeugt, dass darin große Potenzen für Kooperation und Contenttausch liegen. Offensichtlich haben wir damit einen Nerv getroffen &#8211; aus etlichen Bundesländern, auch aus Österreich  gab es sofort im Anschluss reges Interesse für den Aufbau eines solchen Verbunds. Höchst spannend &#8211; es wäre einfach fantastisch, wenn sich hier eine allmähliche Entwicklung über Landes- und Institutionsgrenzen ergäbe. Wir sollten dran bleiben!</p>
<p>Insgesamt war die Moot wieder eine sehr fruchtbare Veranstaltung &#8211; wenn auch, wie anfangs ausgeführt &#8211; &#8220;selbstverständlicher&#8221; als in der Vergangenheit. Was gibt es zu bedauern? Einige geschätzte Kollegen waren nicht da, die Kommentierung per Twitter oder über andere Kanäle war eher wenig aktiv &#8211; und es scheint diesmal keine umfangreiche Dokumentation vorgesehen zu sein. Der Arbeitsaufwand dafür wäre sicher immens gewesen, schade bleibt es trotzdem.</p>
<p>Was gibt es noch festzuhalten? Münster ist eine Reise wert. Schade nur, dass Thiel, Börne und Alberich nicht auftauchten &#8211; und mit Staatsanwältin Klemm hätt ich glatt eine geraucht <img src='http://eventualitaetswabe.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Oder vielleicht eher andere Rauchwaren mit Thiels Vater?!</p>
<p>Was waren Eure Eindrücke?</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Kurs: Von Moodle 1.9 zu 2.x</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Mar 2012 14:07:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe Klemm</dc:creator>
				<category><![CDATA[E-Learning]]></category>
		<category><![CDATA[Fortbildung]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Nach längerer Arbeit ist er endlich fertig: Ein Moodle-Kurs, der Trainer beim Umstieg von Moodle 1.9 auf 2.x unterstützen soll. Der Kurs versammelt mehr als 30 Videotutorials, die die Neuerungen von Moodle 2 demonstrieren, Vorteile herausheben und auf Fallstricke hinweisen. Von der veränderten Menüführung über die Arbeit mit dem Filepicker bis hin zu abhängigen Aktivitäten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://eventualitaetswabe.de/?attachment_id=933" rel="attachment wp-att-933"><img class="alignleft size-medium wp-image-933" style="margin: 5px;" title="screenshot_moodle2_trainingskurs" src="http://eventualitaetswabe.de/wp-content/uploads/2012/03/screenshot_moodle2_trainingskurs-300x220.jpg" alt="screenshot Trainingskurs" width="300" height="220" /></a>Nach längerer Arbeit ist er endlich fertig: Ein Moodle-Kurs, der Trainer beim Umstieg von Moodle 1.9 auf 2.x unterstützen soll. Der Kurs versammelt mehr als 30 Videotutorials, die die Neuerungen von Moodle 2 demonstrieren, Vorteile herausheben und auf Fallstricke hinweisen. Von der veränderten Menüführung über die Arbeit mit dem Filepicker bis hin zu abhängigen Aktivitäten und Abschlussverfolgung werden alle wesentlichen Veränderungen besprochen.</p>
<p>Der Kurs steht auf unserem<a href="http://www.mz.jena.de/moodlehub" target="_blank"> Community Hub</a> unter einer CC-Lizenz zum <a title="Kurs zum Download" href="http://www.mz.jena.de/moodlehub/?courseid=17" target="_blank">Download </a>und zur <a title="Hubkurs zur Selbsteinschreibung" href="http://www.mz.jena.de/moodlehub/?courseid=15#" target="_blank">Selbsteinschreibung </a>zur Verfügung. Kritiken und Rückmeldungen sind natürlich stets willkommen!</p>
<p>Sowohl zum Community Hub als auch zum Update Moodle 1.9 zu 2 werden wir übrigens auf der <a title="HP Moot" href="http://www.moodlemoot.de" target="_blank">MoodleMoot 2012 in Münster</a> aktiv sein.</p>
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		<title>Lernen durch Lehren &#8211; mit Moodle</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 15:09:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe Klemm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Schon seit längerer Zeit werden Unterrichtsansätze diskutiert, die unter Etiketten wie &#8220;schüleraktivierend&#8221;, &#8220;selbstbestimmtes / selbstorganisiertes / selbstständiges Lernen&#8221;  und ähnlichen Bezeichnungen einen höheren Grad an Selbständigkeit und Eigenverantwortung des Lerners anstreben. Zu diesen Modellen gehören Modelle wie &#8220;Lernen durch Lehren&#8221; (LdL) und &#8211; ganz aktuell &#8211; das Konzept des &#8220;flipped classroom&#8220;.</p>
<p>Nun muss ich durchaus zugeben, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://eventualitaetswabe.de/?attachment_id=920" rel="attachment wp-att-920"><img class="alignleft size-medium wp-image-920" title="screenshot_moodle_rollen" src="http://eventualitaetswabe.de/wp-content/uploads/2012/01/screenshot_moodle_rollen-300x133.jpg" alt="Moodle Rollenüberschreibung" width="300" height="133" /></a>Schon seit längerer Zeit werden Unterrichtsansätze diskutiert, die unter Etiketten wie &#8220;schüleraktivierend&#8221;, &#8220;selbstbestimmtes / selbstorganisiertes / selbstständiges Lernen&#8221;  und ähnlichen Bezeichnungen einen höheren Grad an Selbständigkeit und Eigenverantwortung des Lerners anstreben. Zu diesen Modellen gehören Modelle wie &#8220;<a title="Wikipedia zu LdL" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lernen_durch_Lehren" target="_blank">Lernen durch Lehren</a>&#8221; (LdL) und &#8211; ganz aktuell &#8211; das Konzept des &#8220;<a title="Blog zum inverted classroom" href="http://invertedclassroom.wordpress.com/" target="_blank">flipped classroom</a>&#8220;.</p>
<p>Nun muss ich durchaus zugeben, dass mir &#8211; so interessant und einleuchtend ich die prinzipiellen Ansätze auch finde &#8211; als vorwiegend in der gymnasialen Oberstufe (mithin oft sehr stoffzentriert) unterrichtendem Pauker allzu oft ein wenig Fantasie und Mut fehlen, solche Konzepte wirklich überzeugend auf meinen Unterrichtsalltag zu übertragen. Vor allem unterrichtsorganisatorisch und zeitplanerisch gesehen tun sich da doch erhebliche Hürden auf. Diese mögen zumindest zum Teil imaginär und überwindbar sein &#8211; dennoch&#8230;</p>
<p>Da mir Moodle auch in der Vergangenheit geholfen hat, eine allzu starke latente Lehrer-Orientierung im Unterricht zu Gunsten einer stärkeren Schülerorientierung, Selbstständigkeit und Eigenverantwortung der Lerner aufzubrechen, lag es nahe, entsprechende Szenarien bei passender Gelegenheit zu testen. Der eigenen Unterrichtssituation kamen da an LdL orientierte Überlegungen am ehesten nahe. Erste, sehr zaghafte Versuche in dieser Richtung gab es bereits vor einigen Jahren: In einem umfangreichen Kurs zu Macbeth haben Schüler per Rollenüberschreibung die Möglichkeit bekommen, Forenbeiträge ihrer Mitschüler zu bewerten.</p>
<p>Seitdem war klar, dass sich mit den Möglichkeiten zur Rollenüberschreibung erheblich mehr bewegen lassen sollte als die Zuweisung von Bewertungsrechten.<span id="more-917"></span></p>
<p>Vielleicht eine kurze Erläuterung zur Rollenüberschreibung: Moodle kennt standardmäßig unterschiedliche Rollen wie Administrator, Trainer, Teilnehmer, Gast usw. Diese Rollen haben sehr genau definierte Rechte im jeweiligen Kontext (global, Kurs, auf einzelne Aktivitäten bezogen). Sofern in der jeweiligen Moodleinstanz administrativ vorgesehen, können diese Rollen angepasst werden, indem einzelne Rechte entfernt oder aber zusätzlich freigeschaltet werden. Auf diese Weise kann, wie eben im Macbeth-Beispiel angerissen, der Teilnehmer für ein bestimmtes Forum das Recht erhalten, Beiträge zu bewerten, was standardmäßig dem Trainer vorbehalten wäre.</p>
<p>Für einen LdL-Ansatz ergeben sich aus dieser Funktion recht interessante Möglichkeiten, Lerner zumindest partiell zu Lehrenden zu machen. Diese Möglichkeiten teste ich gerade in einem Unterrichtsprojekt im Medienkunde-Unterricht der Klassenstufe 9. Dort beschäftigen wir uns derzeit mit einem Themenblock zu Gedodaten / Georeferenzierung. Die Schüler sollen ganz unterschiedliche Anwendungsgebiete, Hintergründe und Problemfelder von ortsbezogenen Daten untersuchen und kennenlernen. Dafür ist ein Moodle-Kurs angelegt worden, der zunächst nur aus einem Forum und einem Wiki bestand. Im Forum diskutierten die Schüler nach einigen Lehrerimpulsen die Problemfelder, in denen sie am ehesten ein Erkenntnisinteresse für sich sahen. Ergänzt um einige Vorgaben des Lehrers, die m.E. zwingend nötig zum Verständnis der Einzelthemen sind (zB Koordinatensysteme, Projektionsmethoden usw.), stand damit ein Pool von ca. 12 Einzelthemen von GPS über Augmented Reality bis hin zum Geocaching zur Bearbeitung. Dieser Pool ist in Mini-Arbeitsgruppen (in der Regel 2 Schüler) zu bearbeiten, Leitfragen helfen bei der Strukturierung. Die anfängliche Recherche wird über ein Wiki begleitet, dort legen die Schüler ihre Rechercheergebnisse und Quellen ab. Parallel dazu haben sie in einem Kursglossar Fachtermini zu sammeln und zu definieren.</p>
<p>Das letztliche Ziel der Gruppenarbeit soll es sein, Materialien und Interaktionen zum jeweiligen Unterthema so aufzubereiten, dass die Mitschüler sich das Wesentliche zu jedem Thema selbstständig aneignen können. Dazu bekommt jedes Team einen eigenen Themenblock im Moodle-Kurs zugewiesen. Genau an dieser Stelle kommt die Rollenüberschreibung zum Einsatz: Auf Kursebene bekommen die Teilnehmer eine Auswahl von Trainerrechten zugewiesen, die es ihnen ermöglicht, Arbeitsmaterialien, Aktivitäten und Testfragen zu erstellen und verfügbar zu machen. Das betrifft im Einzelnen folgende Rechte:</p>
<ul>
<li>Aktivitäten verwalten</li>
<li>Dateien verwalten</li>
<li>Neue Fragen hinzufügen</li>
<li>Meine eigenen Fragen bearbeiten</li>
<li>Fragenkategorien verwalten</li>
<li>Meine eigenen Fragen verschieben</li>
<li>Meine eigenen Fragen verwenden</li>
<li>Meine eigenen Fragen anzeigen</li>
<li>Tests ausprobieren</li>
<li>Tests verwalten</li>
</ul>
<p>Mit diesem Satz an Rechten ist das Erstellen eines eigenen Themenblocks einschließlich eines kleinen Tests möglich, die Schüler erhielten eine Einweisung in die Erstellung der Inhalte und strukturierende Vorgaben (Mindestanzahl an Materialien, Umfang des Mini-Tests, Ausschluss von bloßem Copy &amp; Paste etc). Da die Rechteüberschreibung auf den Kurskontext bezogen ist und die Schüler absichtlich oder unabsichtlich auch in &#8220;fremden&#8221; Themenblöcken editieren könnten, wurde bei der Einweisung großer Wert darauf gelegt, dass sich die Teams nur in ihren jeweiligen Themenblöcken austoben. Etwaigem Vandalismus wurde vorgebeugt, indem noch einmal die Berichtsfunktion von Moodle demonstriert wurde.</p>
<p>Das Verfahren der Rollenüberschreibung ist hier kurz erläutert:<br />
<iframe src="http://www.screencast-o-matic.com/embed?sc=clVv29ymf&amp;w=800&amp;v=3" frameborder="0" scrolling="no" width="802" height="461"></iframe></p>
<p>Bislang zeigt sich, dass die weitaus meisten Schüler sehr intensiv und motiviert an ihren Themen arbeiten, in der Regel identifizieren sie sich recht stark mit ihrem Bereich und legen einigen Ehrgeiz in die Aufbereitung der Informationen.<br />
Sobald die Themenblöcke fertiggestellt sind, bekommen die Schüler wieder ihre alte Teilnehmerrolle zurück, sie werden sich dann weitgehend selbständig durch die Blöcke arbeiten. Dabei stehen ihnen die jeweiligen Autoren natürlich auch als &#8220;Experten&#8221; zur Verfügung, das kann je nach Entscheidung der Autoren face-to face oder über ein Forum realisiert werden. Zum Abschluss wird es einen Test geben, der sich zumindest zum Teil aus dem Fragenpool speist, den die Schüler selbst erstellt haben.</p>
<p>Der eigentliche Abschluss der Einheit wird jedoch das arbeitsteilige Legen und Suchen von Geocaches sein, hier wird das Gelernte praktisch anwendbar: ganz jenseits von Moodle <img src='http://eventualitaetswabe.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Basierend auf den bisherigen Erfahrungen haben wir für das Jenaer SchulMoodle eine globale Rolle &#8220;LdL-Teilnehmer&#8221; angelegt, so dass Kurstrainer mit dem beschriebenen Ansatz arbeiten können, ohne selbst die Rollenüberschreibung vornehmen zu müssen. Dazu wird es eine gründliche Einweisung unserer Trainer geben. Eine kurze Demonstation des Anlegens einer neuen Rolle findet sich in einem entsprechenden <a title="Videotutorial Rolle anlegen" href="http://screencast-o-matic.com/watch/clVvoDymo" target="_blank">Videotutorial</a>.</p>
<p>Weiterführende Informationen und alternative Ansätze gibt es in einem entsprechenden <a title="Diskussion bei moodle.org" href="http://moodle.org/mod/forum/discuss.php?d=194558" target="_blank">Diskussionsstrang </a>der deutschsprachigen Foren bei moodle.org. Für die <a title="Infos zur MoodleMoot" href="http://moodlemoot.moodle.de/course/view.php?id=143" target="_blank">Münsteraner MoodleMoot</a> im März 2012 ist ein Vortrag zu just diesem Thema angekündigt, auf den ich sehr gespannt bin (leider ist die Themendatenbank des Call for Papers derzeit nicht öffentlich einsehbar).</p>
<p>Was meint Ihr zu diesem Ansatz? Gibt es ähnliche Überlegungen und Erfahrungen anderswo?</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Privater Proxy</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 21:41:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe Klemm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Was gibt es nicht alles für Interessenskonflikte&#8230; Man arbeitet in einem institutionellen Netz, bestimmte Internetressourcen sind aus welchen Gründen auch immer gesperrt, man braucht sie aber. Der klassische Ausweg: einen öffentlich zugänglichen Proxyserver benutzen, der die Sperrung überlistet. Im Prinzip schon richtig, aber was tun, wenn die bekanntesten Proxies auch gesperrt werden?</p>
<p>Abhilfe schafft ein auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://eventualitaetswabe.de/?attachment_id=910" rel="attachment wp-att-910"><img class="alignleft size-full wp-image-910" style="margin: 5px;" title="glype" src="http://eventualitaetswabe.de/wp-content/uploads/2012/01/glype.png" alt="Glype" width="228" height="98" /></a>Was gibt es nicht alles für Interessenskonflikte&#8230; Man arbeitet in einem institutionellen Netz, bestimmte Internetressourcen sind aus welchen Gründen auch immer gesperrt, man braucht sie aber. Der klassische Ausweg: einen öffentlich zugänglichen Proxyserver benutzen, der die Sperrung überlistet. Im Prinzip schon richtig, aber was tun, wenn die bekanntesten Proxies auch gesperrt werden?</p>
<p>Abhilfe schafft ein auf dem eigenen Webspace installierter Proxy. Davon gibt es etliche, aus prinzipiellen Gründen fällt die Wahl auf Open-Source-Software. Der von mir bisher benutzte <a title="Poxy" href="http://sourceforge.net/projects/poxy/" target="_blank">phproxy</a> (auch bekannt als poxy) wird leider seit längerer Zeit nicht weiterentwickelt, aus Sicherheitsgründen empfiehlt sich denn doch eine permanent gepflegte Software.</p>
<p>Nach etlichen Vergleichen fällt die Wahl auf das recht weit verbreitete <a title="Glype" href="http://www.glype.com/" target="_blank">Glype</a>. Der Vorteil dieser Lösung ist eine einfache und recht weitreichende Konfigurierbarkeit über ein Admin-Panel.</p>
<p>Die Installation und der Betrieb laufen problemlos: Stimmen die Voraussetzungen (php ab 5, cURL muss aktiviert sein), lädt man das Paket per FTP auf den Webspace, ruft das Konfigurationsskript auf &#8211; fertig. Unter Umständen müssen einige Verzeichnisrechte angepasst werden, das ist aber auch schon alles. Danach erfolgt der Aufruf des Proxy per Webbrowser, im dann erscheinenden Eingabefeld wird die Ziel-URL eingegeben und die gewünschten Optionen (betreffs Skripte, Cookies etc) gesetzt &#8211; und schon kann man in der Regel die geblockten Websites aufrufen. In einigen Fällen wird der Zielwebsite ein mobiler Browser vorgegaukelt, aber zumindest bleibt die Seite aufrufbar.</p>
<p>Warum begibt man sich auf solche Pfade, wenn man eigentlich nichts zu verbergen hat? Nicht ganz selten kommt es vor, dass ich internetbezogene Fortbildungen in Institutionen mit restriktiv gehandhabten Netzen zu halten habe. Dann ist es gar nicht lustig, Standarddienste (zB Youtube, Facebook) nicht aufrufen zu können. Ein privater Proxy schafft da ein doppeltes Netz.</p>
<p>Wichtig: Die Geschäftsbedingungen des Providers des Webspaces sollten schon überprüft und beachtet werden, gerade Betreiber von sehr kostengünstigen oder gar freien Angeboten untersagen oft den Betrieb von Proxies. Auch wenn das nicht der Fall ist, sollte das betreffende Verzeichnis mindestens per .htaccess geschützt werden, um Missbrauch zu vermeiden. Möglicherweise untersagen auch die Nutzungsbedingungen der Institution explizit das Umgehen technischer Sperren; in dem Falle ist eine vorherige Absprache mit den Verantwortlichen ratsam.</p>
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		<title>Edmodo vs. Moodle?</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 13:05:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe Klemm</dc:creator>
				<category><![CDATA[E-Learning]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Auch als bekennender Moodler wildert man gern mal abseits des Stammreviers   Im vergangenen Halbjahr kamen auf diese Weise eine ganze Reihe an Ausflügen zu einer sehr spannenden, funktionalen und sich rasch entwickelnden Plattform zustande &#8211; zu Edmodo. Die ersten Eindrücke davon finden sich in einem älteren Blogbeitrag.</p>
<p>Inzwischen ist die Plattform in unterschiedlichen Unterrichtszusammenhängen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://eventualitaetswabe.de/?attachment_id=897" rel="attachment wp-att-897"><img class="alignleft size-medium wp-image-897" style="margin: 5px;" title="waage_edmodo_moodle" src="http://eventualitaetswabe.de/wp-content/uploads/2012/01/waage_edmodo_moodle1-282x300.png" alt="Waage" width="282" height="300" /></a>Auch als bekennender Moodler wildert man gern mal abseits des Stammreviers <img src='http://eventualitaetswabe.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Im vergangenen Halbjahr kamen auf diese Weise eine ganze Reihe an Ausflügen zu einer sehr spannenden, funktionalen und sich rasch entwickelnden Plattform zustande &#8211; zu <a title="Edmodo" href="http://edmodo.com" target="_blank">Edmodo</a>. Die ersten Eindrücke davon finden sich in einem älteren <a title="Edmodo als schulische Lernumgebung?" href="http://eventualitaetswabe.de/?p=691">Blogbeitrag</a>.</p>
<p>Inzwischen ist die Plattform in unterschiedlichen Unterrichtszusammenhängen genutzt worden, Zeit also für eine Art Bestandsaufnahme (einer recht subjektiven, wohlgemerkt!).</p>
<p>Edmodo hat eine Rolle gespielt in folgenden Kontexten:</p>
<ul>
<li>Behandlung des Films &#8220;East is East&#8221;, Englisch Klasse 12</li>
<li>Medienkunde-Einheit zu sozialen Plattformen mit mehreren Klassen 9</li>
<li>Lektürekurs &#8220;A long way down&#8221; , Englisch Klasse 12</li>
</ul>
<p>Die Zielgruppen, Unterrichtszusammenhänge und Stoffe sind also recht unterschiedlich gewesen; gemeinsam war allen Schülergruppen aber, dass sie bereits Erfahrungen mit anderen Internetplattformen, insbesondere Moodle, hatten (was vereinzelt durchaus auch zu Überdruß:<em> Nicht noch eine Plattform!</em> führte). Trotz der eben angedeuteten Diversität gab es dennoch eine Reihe an Konstanten, die sich hoffentlich gleich erschließen werden.</p>
<p>Es hat sich erwartungsgemäß gezeigt, dass die Einstiegsschwelle zu Edmodo für die Schüler extrem niedrig ist, dazu trägt das simple Anmeldeprozedere, die aufgeräumte Oberfläche und das sehr Facebook-ähnliche Look &amp; Feel bei, sicher auch die im Grunde recht begrenzte Anzahl an Einzelfunktionen. Von den Schülern sofort bemerkt wurde die Abwesenheit eines privaten Mitteilungsdienstes: die Schüler erwarten eine solche Funktion in einer sozialen Plattform natürlich; bei Edmodo ist sie bewusst weggelassen (das soll sicher zur Fokussierung auf die unterrichtliche Arbeit und zum Unterbinden von Mobbing beitragen).</p>
<p>Bewährt hat sich Edmodo in der direkten Kommunikation zwischen Lehrer und Schülern &#8211; dafür ist die Plattform fast ideal geeignet; auch eine differenzierte Kommunikation mit Gruppen / kleinen Gruppen / Einzelschülern ist unkompliziert möglich. In allen Gruppen ist Edmodo auch die Möglichkeit genutzt worden, Aufgaben zu erteilen, einzusammeln und Bewertungen zu geben. Wider Erwarten gab es aber in allen Gruppen Schüler, die mit dieser Aktivität ihre Probleme hatten; ihnen war der Unterschied zwischen einem &#8220;normalen&#8221; Eintrag auf der jeweiligen Pinnwand und einer einzureichenden Aufgabe offensichtlich nicht klar. Das mag zum Teil auf eine nicht gründlich genug erfolgte Einführung zurückzuführen sein, weist aber sicher auch auf eine Funktionsüberschneidung zumindest in der Wahrnehmung der Schüler hin.</p>
<p>Als sehr hilfreich erwies sich die Möglichkeit, Dateien entweder direkt über Pinnwand-Anhänge oder aber über die &#8220;Bibliothek&#8221; verfügbar zu machen; Quiz und Umfrage hingegen kamen kaum zum Einsatz. Allerdings hat gerade das Quizmodul eine recht positive Entwicklung genommen, mit den derzeit verfügbaren Fragetypen und Konfigurationsmöglichkeiten sollte es gut und komfortabel möglich zu sein, schnell einfache Tests zu generieren und durchzuführen.</p>
<p>Eines jedoch fehlt Edmodo gänzlich: spezifische Tools, um komplexere Gruppenarbeitsformen, arbeitsteiliges Vorgehen etc. wirklich angemessen umsetzen zu können. Im Grunde bietet Edmodo eine skalierbare Pinnwand-Kommunikation, komfortable Wege zu eher top-down gestalteten Lehrer-Schüler-Kommunikation, Dateiablage und -distribution sowie einfache Testmöglichkeiten. Wohlgemerkt &#8211; das ist nicht wenig, kommt in einer sehr intuitiv beherrschbaren Umgebung daher und kann in einem entsprechend gestalteten Unterrichtsszenario durchaus großes Potenzial entfalten, die Beschreibung der Grenzen ist also ausdrücklich keine Kritik am offensichtlich bewusst beschränkten Funktionsumfang der Plattform. Einige andere Funktionen (Elterncode, wirklich funktionierende mobile Apps, interne Communities wie z.B. <a title="Language &amp; Arts" href="http://www.edmodo.com/community/languagearts" target="_blank">Language &amp; Arts</a>) hingegen sind wirkliche Alleinstellungsmerkmale.</p>
<p>Im Lichte der eben angerissenen Erfahrungen halte ich den in letzter Zeit häufiger zu lesenden Vergleich von Edmodo und Moodle bzw. die Auffassung, dass soziale Plattformen wie Edmodo herkömmliche LMS weitgehend obsolet machen können, für nicht wirklich sachgerecht, ein solcher Vergleich muss m.E. an der Sache vorbei gehen. Warum?</p>
<p>Edmodo eignet sich aus meiner Sicht ganz hervorragend, um die Kommunikation in Lerngruppen, Klassen, Schulen zu unterstützen und punktuell Lernabschnitte zu begleiten, gewissermaßen ein ergänzendes Angebot aufzubauen. Es hat klare Vorteile bei der Bedienbarkeit, bietet eine extrem niedrige Einstiegsschwelle für Lehrer und Lerner und kann (wegen der sparsamen Datenerhebung, der für Nutzer nicht verfügbaren Protokollierung und des Elterncodes) recht erfolgreich Datenschutzbedenken umschiffen.</p>
<p>Für umfangreichere und komplexere Lernabschnitte bietet jedoch ein LMS wie Moodle ungleich mehr: durch die große Anzahl an Ressourcen- und Aktivitätstypen sind abwechslungsreiche und individualisierbare Lernszenarien umsetzbar; seine wirklichen Stärken jedoch spielt Moodle meiner Erfahrung nach aber aus, wenn es um die Gestaltung kollaborativer Lernprozesse geht. Entsprechend umgesetzte Aktivitäten wie Foren, Wiki, Datenbank, Glossar oder auch die Möglichkeiten zur Rollenüberschreibung bieten auch im Vergleich zum &#8220;normalen&#8221; Kontaktunterricht eine genuine Bereicherung für soziale Lernformen. Ein großer Vorteil dieser Funktionsvielfalt liegt m.E. darin, dass individuellere und stark kontextuierte Lernumgebungen unterstützt werden können. Das hat im Falle von Moodle aber natürlich den Preis einer erheblich höheren Komplexität &#8211; damit eines höheren Initialaufwands für Lehrer und Lerner &#8211; und einer durchaus nicht vorbildlichen Bedienbarkeit.</p>
<p>Genauso wahr ist natürlich aber auch, dass nicht die verwendete Plattform an sich den Lernerfolg bestimmt, entscheidend ist neben der didaktisch schlüssigen Gestaltung der Lernangebote innerhalb der Plattform vor allem die Schnittstelle zwischen den Arbeitsphasen in Plattformen und &#8220;normalem&#8221; Kontaktunterricht.<br />
Eine Art Allzweckwaffe ist keine der beiden Plattformen; mit Edmodo lassen sich aber ganz sicher Lehrer und Schüler erreichen, die vor Moodle aus guten Gründen zunächst zurückscheuen. Auch wenn es tatsächlich vor allem um Kommunikationsmöglichkeiten mit und in Lerngruppen geht, wäre Moodle sicherlich übermotorisiert.</p>
<p>Wie sind Eure Erfahrungen und Reflexionen hierzu?</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Tauschzentrale: Moodle Community Hub</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Dec 2011 17:34:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe Klemm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Moodle]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwelten]]></category>
		<category><![CDATA[community]]></category>
		<category><![CDATA[OER]]></category>
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		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Screenshot Moodle Community Hub</p>
<p>Seit Moodles Versionswechsel auf 2.0 gibt es die Möglichkeit, Kurse über sog. Community Hubs zu tauschen. Diese &#8211; eigenartigerweise recht wenig beachtete &#8211; Funktion scheint mir eine der potenziell mächtigsten Neuerungen bei Moodle zu sein. Kursautoren und Betreiber von Moodle-Instanzen wissen um den Aufwand bei der Kurserstellung, die Notwendigkeit eines einfachen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_886" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://eventualitaetswabe.de/?attachment_id=886" rel="attachment wp-att-886"><img class="size-medium wp-image-886 " style="margin: 5px;" title="screenshot_moodlehub" src="http://eventualitaetswabe.de/wp-content/uploads/2011/12/screenshot_moodlehub-300x209.jpg" alt="" width="300" height="209" /></a><p class="wp-caption-text">Screenshot Moodle Community Hub</p></div>
<p>Seit Moodles Versionswechsel auf 2.0 gibt es die Möglichkeit, Kurse über sog. Community Hubs zu tauschen. Diese &#8211; eigenartigerweise recht wenig beachtete &#8211; Funktion scheint mir eine der potenziell mächtigsten Neuerungen bei Moodle zu sein. Kursautoren und Betreiber von Moodle-Instanzen wissen um den Aufwand bei der Kurserstellung, die Notwendigkeit eines einfachen Tauschs von Content, aber auch die mannigfaltigen Hürden und Schwierigkeiten beim Veröffentlichen und Tauschen von Kursen bzw. Kursbausteinen. Umso wichtiger ist es m.E. , unkomplizierte Möglichkeiten verfügbar zu haben, um einen solchen Austausch erst einmal prinzipiell zu ermöglichen und so einfache Distributionskanäle zu eröffnen. Ob sie dann auch breit genutzt werden, steht auf einem anderen Blatt&#8230;</p>
<p>Worum geht es bei den Community Hubs? Moodle.org stellt mit <a title="Mooch" href="http://hub.moodle.org/" target="_blank">Mooch </a>einen eigenen öffentlichen Hub zur Verfügung. Ab Moodle 2.0 können nun Kursautoren ihre Kurse eigenverantwortlich auf diesem (oder anderen) Hub veröffentlichen, vorausgesetzt natürlich, dass das eigene Moodle administrativ entsprechend eingestellt ist. Dazu müssen im Kursmenü unter &#8220;Veröffentlichen&#8221; lediglich einige wenige Einstellungen gemacht werden, dazu gehören Kursbeschreibung und -kategorisierung, Lizenzangaben etc. Im Anschluss hat der Kursautor die Wahl, den Kurs auf zwei Wegen verfügbar zu machen: als Download (dann wird eine Kurssicherung auf den Hubserver geladen) oder per Einschreibung auf der eigenen Instanz.</p>
<p>Neben der Nutzung des globalen Community Hubs gibt es jedoch auch die Möglichkeit, einen eigenen Hub zu betreiben. Dazu bedarf es einer separaten Moodleinstanz (also nicht der eigenen Unterrichtsinstanz!), die mit dem entsprechenden Plugin zum Hubserver gemacht wird. Der Hub kann dann in verschiedenen Öffentlichkeitsstufen betrieben werden, Näheres zum Aufsetzen und Administrieren findet sich im<a title="MoodleDocs zu Community Hubs" href="http://docs.moodle.org/22/en/Community_hubs" target="_blank"> entsprechenden Teil der MoodleDocs</a>.</p>
<p>Mit dem so möglichen Eigenbetrieb von Community Hubs ist es möglich, eine Infrastruktur für ein ganzes Netzwerk von unterschiedlich gearteten Hubs aufzubauen und Kursautoren die Möglichkeit zu geben, ihre Inhalte zu tauschen. Gerade im Lichte der gegenwärtig mit neuer Dynamik geführten Diskussion rund um Open Educational Resources tun sich hier m.E. erhebliche Chancen auf.</p>
<p>Über das Jenaer SchulMoodle betreiben wir seit der Veröffentlichung der Hubfunktion <a title="Jenaer Hubserver" href="http://www.mz.jena.de/moodlehub" target="_blank">einen eigenen Hubserver</a>, der mit dem offiziellen Umstieg unserer Plattform auf 2.x endgültig öffentlich gehen soll. Derzeit bemühen wir uns, andere Moodle-Aktivisten zu finden, die sich an einem v.a. schulbezogenen Netzwerk von Community Hubs beteiligen wollen. Innerhalb eines solchen Netzwerks würden wir unsere Plattformen für diese Hubs öffnen, aber natürlich auch unseren Hub für den Kursaustausch verfügbar machen. Über Interesse würden wir uns freuen!</p>
<p>Den Umgang mit dem Hub erklären zwei kleine Videotutorials.</p>
<p>Zur Freigabe und Recherche von Kursen:</p>
<p><iframe src="http://www.screencast-o-matic.com/embed?sc=cXlFbnvWC&amp;w=800&amp;v=3" frameborder="0" scrolling="no" width="802" height="613"></iframe></p>
<p>Zum Einbinden des Hubs in die eigene Instanz:</p>
<p><iframe src="http://www.screencast-o-matic.com/embed?sc=cXlFbpvWH&amp;w=800&amp;v=3" frameborder="0" scrolling="no" width="802" height="613"></iframe></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Owncloud als Repository in Moodle 2.x</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Dec 2011 15:10:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe Klemm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Moodle]]></category>
		<category><![CDATA[Tools]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[screencast]]></category>
		<category><![CDATA[technology]]></category>
		<category><![CDATA[tutorials]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>In einem früheren Blogbeitrag habe ich Owncloud als attraktive Dropbox-Alternative im Eigenbetrieb vorgestellt. Da eine Owncloud-Installation als WebDAV ansprechbar ist, sollte eine Einbindung als Datei-Repository in eine Moodle 2.x &#8211; Installation kein Problem darstellen, sofern die Einstellungen richtig gesetzt werden. Das kleine Tutorial demonstriert das Einbinden von Owncloud (Version 2) in eine Moodle-Installation (2.3). Meines [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem <a title="Owncloud – Dropbox im Eigenbetrieb" href="http://eventualitaetswabe.de/?p=870">früheren Blogbeitrag</a> habe ich Owncloud als attraktive Dropbox-Alternative im Eigenbetrieb vorgestellt. Da eine Owncloud-Installation als WebDAV ansprechbar ist, sollte eine Einbindung als Datei-Repository in eine Moodle 2.x &#8211; Installation kein Problem darstellen, sofern die Einstellungen richtig gesetzt werden. Das kleine Tutorial demonstriert das Einbinden von Owncloud (Version 2) in eine Moodle-Installation (2.3). Meines Erachtens tun sich hier gerade für Bildungsinstitutionen interessante Möglichkeiten auf, eine vom jeweiligen Nutzer selbst verwaltete Dateiablage zu benutzen und die dort abgelegten Materialien in Moodle-Kursräumen zu benutzen.<br />
<iframe src="http://www.screencast-o-matic.com/embed?sc=cXlboVvRT&amp;w=800&amp;v=3" frameborder="0" scrolling="no" width="802" height="613"></iframe></p>
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		<title>Owncloud &#8211; Dropbox im Eigenbetrieb</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Dec 2011 17:44:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe Klemm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzwelten]]></category>
		<category><![CDATA[Tools]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Eins der wesentlichen Tools des aktiven Internetnutzers ist ein Online-Speicher zum Ablegen, Teilen und Synchronisieren von Dateibeständen, ggf. sogar für das sichere off-site-Backup. Beliebt und weit verbreitet sind Dienste wie Dropbox oder box.net, die Zahl der Alternativen wächst ständig.</p>
<p>Besonders Dropbox hat sich als Quasi-Standard etabliert; die per API andockbaren externen Dienste und  der leichte Gebrauch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://eventualitaetswabe.de/?attachment_id=871" rel="attachment wp-att-871"><img class="alignleft size-full wp-image-871" style="margin: 5px;" title="200px-OwnCloud2-Logo.svg" src="http://eventualitaetswabe.de/wp-content/uploads/2011/12/200px-OwnCloud2-Logo.svg_.png" alt="Logo Owncloud" width="200" height="105" /></a>Eins der wesentlichen Tools des aktiven Internetnutzers ist ein Online-Speicher zum Ablegen, Teilen und Synchronisieren von Dateibeständen, ggf. sogar für das sichere off-site-Backup. Beliebt und weit verbreitet sind Dienste wie Dropbox oder box.net, die <a title="Übersicht über Dropbox-Alternativen" href="http://alternativeto.net/software/dropbox/" target="_blank">Zahl der Alternativen</a> wächst ständig.</p>
<p>Besonders Dropbox hat sich als Quasi-Standard etabliert; die per API andockbaren externen Dienste und  der leichte Gebrauch machen den Service sehr attraktiv. Dennoch können manche Nutzer berechtigte Einwände gegen die Dropbox geltend machen: <a title="ZDnet zu Sicherheitspanne" href="http://www.zdnet.de/news/41554396/dropbox-bestaetigt-schwerwiegenden-sicherheitsfehler.htm" target="_blank">Sicherheitspannen </a>wurden bekannt, das Hinterlegen sensibler Daten bei einem externen Anbieter kann als unangebracht erscheinen, ein höheres Speichervolumen als die freien 2GB wird schnell recht teuer.</p>
<p>Da liegt der Gedanke nahe, einen vergleichbaren Dienst selbst zu betreiben, z.B. auf dem shared oder root-Server beim eigenen Internetprovider. Das wäre z.B. über WebDav möglich &#8211; nur gibt es da keine Möglichkeiten, Dateien oder Verzeichnisse mit anderen Nutzern zu teilen.</p>
<p>Zum Glück gibt es seit kurzer Zeit eine außerordentlich attraktive Alternative: <a title="HP Owncloud" href="http://owncloud.org/" target="_blank">Owncloud</a>. Die unter AGPL lizenzierte Software lässt sich auf üblichen Webservern (php + Datenbank) installieren, die Installation lief zumindest bei mir problemlos ab. <span id="more-870"></span></p>
<p><a href="http://eventualitaetswabe.de/?attachment_id=872" rel="attachment wp-att-872"><img class="alignleft size-medium wp-image-872" style="margin: 5px;" title="OwnCloud2" src="http://eventualitaetswabe.de/wp-content/uploads/2011/12/OwnCloud2-300x188.png" alt="Weboberfläche Owncloud" width="300" height="188" /></a>Mit Owncloud verfügt man über einen Internet-Datenspeicher, der bereits jetzt etliche Funktionen einer Dropbox übernehmen kann: Dateien können hinterlegt und bei Bedarf freigegeben werden, der Datenbestand kann per WebDav als Laufwerk auf dem eigenen Computer eingebunden werden, WebDav-taugliche Internetdienste können darauf zugreifen. Die Bedienoberfläche kommt außerordentlich aufgeräumt daher, die Arbeit mit dem Tool ist durchaus angenehm.</p>
<p>Über die Grundfunktionen hinaus bietet Owncloud jedoch bereits jetzt eine Reihe Funktionen, die den Dienst für Institutionen attraktiv machen, dazu gehört eine eigene Nutzerverwaltung mit Gruppen und jeweiliger Speicherquote, Einbindung eines Authentifizierungsservers (LDAP) und bei Bedarf Freigabe unterschiedlicher OpenID-Authentifizierungen.</p>
<p>Weitere derzeit verfügbare Funktionen: Mediaplayer (Musikdateien werden selbständig erkannt, gesondert verfügbar gemacht und können in Playlists organisiert werden); Verwaltung von Kontakten, Kalender, Bookmarks und Aufgaben (Synchronisierbar über CalDav und CardDav). Die Roadmap des offensichtlich sehr aktiv weiterentwickelten Tools sieht für die nächsten Versionen folgende Funktionen vor: Galerie, Online Texteditor, Verschlüsselung, Synchronisationsclient für Desktop, Apps für Android und WebOS, Versionsverwaltung.</p>
<p>Meine ersten Erfahrungen mit Owncloud sind sehr positiv, der Dienst läuft weitgehend problemfrei und sehr komfortabel, meinen bisherigen (und teurer werdenden) Onlinespeicher bei humyo werde ich demnächst aufgeben.</p>
<p>Beim derzeitigen Entwicklungsstand sind einige kleine Besonderheiten zu beachten:</p>
<ul>
<li>Windows 7 versteht sich nicht unbedingt perfekt mit WebDav-Laufwerken, ich benutze dazu <a title="Netdrive" href="http://netdrive.net" target="_blank">Netdrive</a>.</li>
<li>Da es noch keinen speziellen Sync-Client gibt, der automatisch lokale Dateibestände mit dem Owncloud-Speicher abgleicht, muss man sich anders behelfen. Erste Versuche mit WebDav und Tools wie Synctoy verliefen nicht wirklich befriedigend. Im Moment bin ich außerordentlich zufrieden mit <a title="HP GoodSync" href="http://www.goodsync.com/de/" target="_blank">GoodSync </a>- damit lassen sich Sync-Jobs sehr genau einstellen und planen, auch direkt auf Owncloud als WebDav. Damit ist das Einbinden als lokales Laufwerk eigentlich überflüssig.</li>
<li>Es gibt noch keinen stabilen Android-Client, diese Aufgabe übernimmt <a title="WebDav File Manager bei Android Market" href="https://market.android.com/details?id=jp.ddo.shigadroid.webdavfilemanager" target="_blank">WebDav File Manager</a> zu meiner vollen Zufriedenheit.</li>
</ul>
<p>Ein ganz besonderes Schmankerl ist die Möglichkeit, Owncloud als Repository in Moodle 2.x einzubinden &#8211; dazu wird es demnächst einen extra Blogbeitrag geben; ich sehe darin erhebliches Potential für den datenschutztechnisch sauberen Betrieb eines institutionellen LMS.</p>
<p>Insgesamt kann ich sagen, dass ich mit Owncloud einen Dienst gefunden habe, der Humyo, Dropbox usw. für mich obsolet macht. Danke an die Entwickler &#8211; weiter so!</p>
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		<item>
		<title>ZDF &#8211; Danke für die tolle medienkundliche Vorlage :-)</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 19:18:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe Klemm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gelesenes]]></category>
		<category><![CDATA[Gesehenes]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpädagogik]]></category>

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		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Grafik: wikipedia.org</p>
<p>Unter der Überschrift kann es eigentlich nur um eines gehen: Den in Jena derzeit heiß diskutierten Aspekte-Beitrag, in dem unsere Stadt zu einer ostdeutschen Angstzone besonders für Menschen mit Migrationshintergrund stilisiert worden ist. Ganz sicher ist der Beitrag ärgerlich, andererseits bietet er, seine Vorgeschichte und das Echo bis hin zum Rock-gegen-Rechts-Konzert eine idealtypische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_850" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://eventualitaetswabe.de/?attachment_id=850" rel="attachment wp-att-850"><img class="size-thumbnail wp-image-850" title="Aspekte_Logo_schwarz" src="http://eventualitaetswabe.de/wp-content/uploads/2011/12/Aspekte_Logo_schwarz-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Grafik: wikipedia.org</p></div>
<p>Unter der Überschrift kann es eigentlich nur um eines gehen: Den in Jena derzeit heiß diskutierten <a title="Aspekte-Beitrag" href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/nachrichten/#/beitrag/video/1496690/Extreme-Gewaltbereitschaft" target="_blank">Aspekte-Beitrag</a>, in dem unsere Stadt zu einer ostdeutschen Angstzone besonders für Menschen mit Migrationshintergrund stilisiert worden ist. Ganz sicher ist der Beitrag ärgerlich, andererseits bietet er, seine Vorgeschichte und das Echo bis hin zum Rock-gegen-Rechts-Konzert eine idealtypische Vorlage für eine Auseinandersetzung mit Medienwirkung, Manipulation und der medialen Macht von sozialen Plattformen. Wenn man dann im Medienkundeunterricht Kl. 9 ohnehin grad soziale Plattformen untersucht, passt das doch bestens&#8230;</p>
<p>Wenn man den Beitrag thematisiert, bietet sich zunächst ein analytischer Zugriff auf seine Machart an. Die ersten 12 Sekunden setzen den Erwartungshorizont für den Zuschauer, auch die Schüler erkennen sehr schnell den emotionalisierenden und manipulativen Ansatz (Präsentation Uhlys als Autorität durch starke Untersicht, bedeutungsschwangerer Kommentar aus dem Off, dräuende musikalische Untermalung, Symbolwert des schiefen Paradies-Schildes). Der journalistische ziemlich fragwürdige Ansatz wird durchgehalten &#8211; und ist von den Schülern schnell zu durchschauen: keine Erklärung der Ursachen für Uhlys Angst, der logische Kurzschluss bei der Übertragung der Situation von Luthardt auf Uhly, der Zirkelschluss am Ende.<br />
Inhalt, Aussageabsicht und Machart des Beitrags wurden von den Schülern als manipulativ erlebt, die Reaktionen auf die Darstellung ihrer Heimatstadt reichten von ungläubigem Gelächter bis zu Empörung. Die Lebenswirklichkeit der jungen Leute hat mit dem Jena-Bild des Beitrags nichts zu tun &#8211; zum Glück. Erstaunlich dennoch, dass sie fraglos vorhandene rechtsextreme Tendenzen fast gar nicht wahrnehmen&#8230;</p>
<p>Im Anschluss setzten wir uns mit der ersten <a title="Aspekte-Antwort" href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/nachrichten/#/beitrag/video/1501588/Zorn-in-Jena---aspekte-antwortet" target="_blank">Reaktion der Aspekte-Redaktion</a> auf die breite Kritik auseinander; auch hier war es aufschlussreich zu sehen, dass die Jugendlichen den Einstieg Christhard Läpples (Goethe-Zitat von Jena als närrischem Nest, Charakterisierung der Jenenser als rebellisches Völkchen, ZDF als derzeitiges Ziel der Rebellion) als Wegschieben von Verantwortung empfanden; auch die von Läpple behauptete Aussageabsicht des Aspekte-Beitrags deckte sich offensichtlich nicht mit ihrer Rezeption.</p>
<p>Beide Beiträge im Kontext bieten ein Lehrstück für die manipulative Macht von Massenmedien &#8211; eine wunderbare Ergänzung dazu bietet <a title="Uhly-Brief" href="http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Wie-Jena-im-ZDF-zur-Stadt-der-Angst-wurde-7259321" target="_blank">der offene Brief Uhlys</a>, in dem er die Entstehung des Aspekte-Beitrags aus seiner Sicht rekapituliert.</p>
<p>Wirklich spannend wird es aber, wenn man die Reaktionen zB auf Facebook analysiert: Da gibt es zum einen den offenen <a title="Offener Brief bei FB" href="http://www.facebook.com/notes/tommi-uhlemann/offener-brief-an-das-zdf/10150386111818520" target="_blank">Brief von Tommi Uhlemann</a>, seine rasante Verbreitung und die durchaus spannenden Kommentare, aber auch die <a title="Veranstaltungsseite" href="http://www.facebook.com/events/196594160423580/" target="_blank">Veranstaltungsseiten zu Rock gegen Rechts</a>. Die Qualität der Diskussion scheint mir (eher untypisch) durchaus höher als manch flachsinniges Geschwurbel zB in Kommentarthreads bei Tageszeitungen. Die FB-Reaktionen und der davon ausgehende Druck zu Reaktionen scheint mir ein gutes Beispiel für das Einfluss- und Korrekturpotential von social media auf etablierte Massenmedien zu sein.</p>
<p>Von daher &#8211; bei aller Enttäuschung (ich schätze die politische Berichterstattung des ZDF ansonsten durchaus): Dank an das ZDF für diese medienkundliche Lehrstunde!</p>
<p>Ergänzung: Am 05.12. gab es rund um die Sendung eine <a title="Infos zur Runde" href="http://www.jenapolis.de/2011/12/heute-abend-im-dialog-zur-%E2%80%9Costdeutschen-angstzone-jena%E2%80%9D-livechat-ab-1930-uhr/" target="_blank">moderierte Diskussionsrunde</a> im Theaterhaus Jena. Die Runde war auch per JenaTV-Livestream zu verfolgen. Anwesend war auch der oben erwähnte Aspekte-Redakteur. Sehr schnell &#8211; und sicher nicht unberechtigt &#8211; bewegte sich die Diskussion zu grundsätzlicheren Fragen rund um den gesellschaftlichen Umgang mit Rechtsextremismus. Trotzdem hat man für meinen Geschmack die ZDF-Leute viel zu schnell vom Haken gelassen: Läpple argumentierte mit der Absicht des Beitrags, eine Diskussion um Fremdenfeindlichkeit und Sicherheitsempfinden initiieren zu wollen und mit überwältigend positivem Feedback außerhalb Jenas. Beides trifft m.E. nicht den Kern. Ärgerlich war der völlige Verzicht auf eine selbstkritische Auseinandersetzung mit der lausigen journalistischen Qualität des Beitrags &#8211; ich denk schon, dass das ZDF da erheblichen Klärungsbedarf hat.</p>
<p>Ein deutliches Kontrastprogramm zum Aspektebeitrag liefert die <a title="Interviewserie Jenapolis" href="http://www.jenapolis.de/2011/12/christina-ist-21-jahre-kommt-aus-der-ukraine-und-lebt-in-jena/" target="_blank">Serie von Video-Interviews</a> von Jenapolis und IIK &#8211; differenziert und durchaus nicht unkritisch, authentisch und mit Verzicht auf billige emotionale Ansprache. So kann man das Thema seriös bearbeiten&#8230;</p>
<p>Einen Überblick vermittelt ein Zusammenschnitt dieser Interviews:</p>
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		<title>6. Moodlefest &amp; Best Practice Award</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Nov 2011 07:54:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe Klemm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Unter dem Motto &#8220;Schule 2.0 &#8211; Grenzen überwinden mit Moodle&#8221; führt das LPM Saarland am 31. Januar 2012 das nunmehr 6. Moodlefest durch. Aus diesem Anlass gibt es auch wieder ein Best Practice Award, bis zum 10.1. 2012 können beispielgebende Moodle-Kurse dazu eingereicht werden.</p>
<p>Aus eigener Erfahrung kann ich das Moodlefest uneingeschränkt empfehlen &#8211; es sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="margin: 5px;" title="Moodle" src="http://lpmfs.lpm.uni-sb.de/el/newsletter/moodlehat.jpg" alt="" width="303" height="212" />Unter dem Motto &#8220;Schule 2.0 &#8211; Grenzen überwinden mit Moodle&#8221; führt das LPM Saarland am 31. Januar 2012 das nunmehr 6. Moodlefest durch. Aus diesem Anlass gibt es auch wieder ein Best Practice Award, bis zum 10.1. 2012 können beispielgebende Moodle-Kurse dazu eingereicht werden.</p>
<p>Aus eigener Erfahrung kann ich das Moodlefest uneingeschränkt empfehlen &#8211; es sind interessante Anregungen und Kontakte zu erwarten!</p>
<p>Näheres <a title="Programmheft" href="http://embedit.in/pD8W65idwC.swf" target="_blank">hier</a>.</p>
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