Stop-Motion mit Grundschülern

Bereits zum zweiten Mal haben wir mit Grundschülern der Lobdeburgschule Jena Trickfilme in Stop-Motion-Technik erstellt. Das Ganze lief innerhalb einer Projektwoche, die Schüler konnten sich in kleine Arbeitsgruppen einwählen. In unserem Falle waren das altersgemischte Gruppen (1.-4. Klassenstufe), die Schüler dachten sich ein kleines Drehbuch aus, malten die Hintergründe und bastelten ihre Figuren, bekamen eine kleine Einweisung und konnten dann unter der Obhut von Praktikanten weitgehend selbständig arbeiten. Das Ganze versteht sich natürlich eher als kleine Fingerübung denn als ausgefeilte Filme.. Die Kinder teilten sich ihre Rollen zu: Animator, Bediener des Laptops, Regie usw.

Gute Erfahrungen haben wir wieder mit unserem technischen Setting gemacht, das sich auf das Nötigste beschränkt. Zur Aufnahme nutzen wir eine gute Webcam (Logitech Quickcam Pro 9000), diese kommt auch im Innenraum sehr gut ohne Extrabeleuchtung aus (alternativ kann man mit unserer Eigenbau-Trickboxx arbeiten, das funktioniert vor allem bei Legetrick sehr gut).  Wichtig ist die Umschaltung auf manuellen Fokus.
Animiert wurden Legofiguren (dem Beispiel der bekannten Brickmovies folgend) bzw. Knetfiguren.

Als Aufnahmesoftware benutzen wir seit jeher mit gutem Erfolg den Stop Motion Animator – sehr einfach zu bedienen, das Onionskinning erlaubt eine sehr gute Kontrolle über die Animation, es werden ohne weitere Zwischenschritte avi-Videos ausgespuckt. Um den Aufwand weiter zu reduzieren, wählten wir eine Framerate von 15fps (damit stellt sich gerade noch so ein flüssiger Bewegungseindruck ein) und ließen bei jedem grabbing-Vorgang 2 Frames aufnehmen. Die Auflösung lag bei  640×480.

Die Schüler selbst nahmen keinerlei Nachbearbeitung vor (dazu war schlicht keine Zeit). Macht sich Nachbearbeitung nötig, haben sich – zumal in der Arbeit mit Schülern – folgende Tools bewährt:

  • Virtual Dub zum framegenauen Herausschneiden von Animationsfehlern (Hand im Bild usw.) – in den vorliegenden Filmen nicht konsequent erfolgt.
  • Microsoft Movie Maker zum Nachvertonen (eine Tonspur genügt für diese Art von Filmen in der Regel) – einfachst zu bedienen und auch auf dem häuslichen Rechner der Schüler verfügbar.
  • Für die youtube-taugliche Konvertierung z.B. den Free FLV Converter (Youtube kann zwar selbst auch avi konvertieren – aber die Einzelclips sind immerhin ca 200 MB groß, da empfiehlt sich denn doch eine Konvertierung vorab…)

Alle Werkzeuge sind frei verfügbar und einfachst zu bedienen, damit können sich die Schüler auf die eigentliche Geschichte konzentrieren und erlernen dennoch die grundlegenden Arbeitsschritte.

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