{"id":820,"date":"2011-10-16T12:30:58","date_gmt":"2011-10-16T10:30:58","guid":{"rendered":"http:\/\/eventualitaetswabe.de\/?p=820"},"modified":"2011-10-16T12:30:58","modified_gmt":"2011-10-16T10:30:58","slug":"rezension-mahara-1-4-cookbook","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/eventualitaetswabe.de\/?p=820","title":{"rendered":"Rezension: Mahara 1.4 Cookbook"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/eventualitaetswabe.de\/?attachment_id=803\" rel=\"attachment wp-att-803\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-803\" title=\"Mahara\" src=\"http:\/\/eventualitaetswabe.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Mahara.png\" alt=\"\" width=\"125\" height=\"152\" \/><\/a>K\u00fcrzlich erschien das <a title=\"Buchseite beim Verlag\" href=\"http:\/\/www.packtpub.com\/mahara-1-4-cookbook-for-training-education\/book\" target=\"_blank\">Mahara 1.4 Cookbook <\/a>von Ellen Marie Murphy als e-book bei Packt Publishing. Der Verlag war so freundlich, mir eine Kopie f\u00fcr diese Besprechung zur Verf\u00fcgung zu stellen. Auf denn!<\/p>\n<p>Schon der Titel, mehr noch der Untertitel &#8220;Over 50 recipes for using Mahara for training, personal, or educational purposes&#8221; erregt Aufmerksamkeit, in meinem Falle durchaus auch Skepsis. Prinzipielle Vorsicht scheint mir immer dann angezeigt, wenn jemand mit vermeintlich einfach zu kopierenden Rezepten didaktische Fragestellungen l\u00f6sen will. Aber vielleicht ist der Titel ja nur eine Marketingidee und der Inhalt tiefgr\u00fcndiger als zun\u00e4chst vermutet? Das wird zu untersuchen sein&#8230;<\/p>\n<p>Das Handbuch folgt in der Struktur zun\u00e4chst durchaus der Kochbuch-Idee: Es werden typische Szenarien besprochen, in denen der Einsatz eine e-Portfolios sinnvoll erscheint: Kapitel 1 zum Beispiel untersucht den Einsatz von Mahara f\u00fcr die Bildenden K\u00fcnste und stellt dann verschiedene Realisationsformen vor: Hochladen von Bildern, Einbau von Schutzmechanismen, Fototageb\u00fccher mit Picasa, Projektjournale, das Anlegen einer Galerie mit Audio-Tour.<\/p>\n<p>Schon an diesem Beispiel wird deutlich, dass die vorgestellten Szenarien durchaus originell sind und abseits der Standard-Portfolios liegen k\u00f6nnen.<!--more--><\/p>\n<p>Die anderen Kapitel besch\u00e4ftigen sich mit Literatur und Schreiben, dem Erstellen beruflicher Portfolios f\u00fcr Bewerbungen, Promotionen etc, dem Arbeiten mit Gruppen, dem Einsatz von Portfolios im Primarbereich, sozialen Portfolios (unter anderem Einbindung von Twitter, Facebook etc), Portfolios zur Studienbewerbung, Zertifizierung und Akkreditierung.<\/p>\n<p>Die Spannbreite der besprochenen Szenarien ist also beachtlich, f\u00fcr Mahara-Praktiker aus den unterschiedlichsten Bildungszusammenh\u00e4ngen sollten sich wertvolle und oft unerwartete Anregungen finden lassen.<\/p>\n<p>Als Sprachlehrer w\u00fcrde mich der Portfolioeinsatz im Zusammenhang mit Literatur und Schreiben am ehesten ansprechen &#8211; deshalb w\u00fcrde ich gern dieses Szenarium beispielhaft untersuchen.<\/p>\n<p>Wie in den anderen Kapiteln auch bietet die Autorin zun\u00e4chst eine kurze Einf\u00fchrung, in der sie erl\u00e4utert, warum die Mahara-Funktion der Journale im Zusammenhang mit Schreibprojekten ein m\u00e4chtiges Werkzeug darstellen k\u00f6nnen. Im Anschluss werden &#8211; ganz \u00e4hnlich wie in traditionellen Handb\u00fcchern &#8211; die in diesem Zusammenhang wesentlichen Programmfunktionen als Schritt-f\u00fcr-Schritt-Anleitungen abgehandelt; in diesem Falle der Upload von gruppierten Dokumenten, das Ver\u00f6ffentlichen per secret URL sowie Tipps zum effizienteren Arbeiten. Einige wenige Screenshots helfen an kritischen Stellen beim Nachvollziehen der Arbeitsschritte.<br \/>\nAnschlie\u00dfend wird illustriert, wie diese Grundtechniken in durchaus originell Lernszenarien eingesetzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Erstellen eines&#8221;Thought a day&#8221; Journals zum Beispiel orientiert sich am eher traditionellen Lese- oder Lerntagebuch; das Anlegen einer Mahara-Seite mit eigenen Schreib-Proben geht bereits einen Schritt weiter. Hier wird auch Wert auf eine attraktive Pr\u00e4sentation der eigenen Arbeitsbeispiele gelegt &#8211; eine neuerliche Schritt-f\u00fcr-Schritt-Anleitung demonstriert, wie mit Gimp eine ansehnliche grafische Gestaltung der Seite gelingt.<\/p>\n<p>Ein weiteres Anwendungsbeispiel zielt auf das Erstellen eines virtuellen Poesie-Albums &#8211; das kann in entsprechenden Lernergruppen durchaus ein lustvoller Einstieg in die Auseinandersetzung mit Lyrik sein.<\/p>\n<p>Die darauf folgenden Szenarien werden zunehmend anspruchsvoller &#8211; erlauben aber h\u00f6chst spannende Lehr- und Lernsituationen. Ich muss zugeben, dass ich auf etliche dieser Anwendungen ohne die Anregungen des Buchs nie gekommen w\u00e4re, auch die angemessene Umsetzung einer solchen Idee in Mahara w\u00e4re mir nicht ohne Weiteres zugeflogen. Die jeweiligen &#8220;Rezepte&#8221; jedoch gestatten ein sicheres Nachvollziehen:<\/p>\n<ul>\n<li>Das Anlegen eines zeitlich durchgeplanten Rechercheprojekts und die entsprechende Abstimmung mit einem Tutor;<\/li>\n<li>Ein Sprachportfolio (auch im deutschen Fremdsprachenunterricht ja seit L\u00e4ngerem in der Diskussion), einschlie\u00dflich des Einbindens von mit Audacity erstellten Audioaufnahmen;<\/li>\n<li>Die Produktion einer E-Zeitung z.B. als journalistische Arbeitsprobe.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die einzelnen Projekte folgen dabei einer konsequent durchgehaltenen Struktur: Getting ready, How to do it, How it works, There is more. Diese Struktur erm\u00f6glicht ein schnelles Einarbeiten in die unterschiedlichen Szenarien und sorgt sowohl f\u00fcr handwerkliches als auch Hintergrundverst\u00e4ndnis.<\/p>\n<p>\u00dcbliche Programmhandb\u00fccher sind viel zu oft nicht viel mehr als reich mit Screenshots bebilderte Bedienungsanleitungen oder gar nur Men\u00fc- und Funktionsbeschreibungen. Das Mahara 1.4 Cookbook unterscheidet sich davon deutlich, will aber auch nicht unbedingt ein p\u00e4dagogisch-didaktisches Grundlagenwerk sein.<br \/>\nEntgegen meiner anf\u00e4nglichen Skepsis halte ich das Cookbook f\u00fcr eine \u00e4u\u00dferst gelungene Mischung aus nachvollziehbarer Programmbeschreibung und anregenden Praxisszenarien. So kann das Buch zwar kein komplettes Funktionshandbuch ersetzen, aber h\u00f6chst originelle Wege in die Arbeit mit Mahara in ganz unterschiedlichen Lehr- und Lernzusammenh\u00e4ngen er\u00f6ffnen. Das Nachvollziehen der vorgestellten Projekte sollte dann auch den Blick \u00f6ffnen f\u00fcr eigene, \u00e4hnlich spannende Ans\u00e4tze.<\/p>\n<p>Fazit: Das Buch geh\u00f6rt\u00a0 unbedingt in die Handbibliothek des engagierten Mahara-Praktikers! Das Buch ist als eBook und in Print erh\u00e4ltlich, die E-Book-Variante ist mit ca. 7Pfund durchaus bezahlbar; der Verlag bietet aber auch immer wieder Rabattierungen und attraktive Bundle-Angebote.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>K\u00fcrzlich erschien das Mahara 1.4 Cookbook von Ellen Marie Murphy als e-book bei Packt Publishing. Der Verlag war so freundlich, mir eine Kopie f\u00fcr diese Besprechung zur Verf\u00fcgung zu stellen. 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