{"id":624,"date":"2011-01-30T15:40:56","date_gmt":"2011-01-30T13:40:56","guid":{"rendered":"http:\/\/eventualitaetswabe.de\/?p=624"},"modified":"2011-03-28T09:42:15","modified_gmt":"2011-03-28T07:42:15","slug":"audioschnitt-mit-hindenburg-journalist","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/eventualitaetswabe.de\/?p=624","title":{"rendered":"Audioschnitt mit Hindenburg Journalist"},"content":{"rendered":"<p>Eher duch Zufall stie\u00df ich k\u00fcrzlich auf ein ganz hervorragendes Audioschnittprogramm, dem ich hier eine ganz klare Empfehlung aussprechen m\u00f6chte. Zugegeben &#8211; &#8220;Hindenburg&#8221; ist ein zun\u00e4chst etwas verwunderlicher Name f\u00fcr ein Audioschnittprogramm. Die Verwunderung legt sich nach einem Besuch auf der Website des Programms beim d\u00e4nischen Hersteller <a title=\"Nsaka.com\" href=\"http:\/\/nsaka.com\/\" target=\"_blank\">Nsaka<\/a>: der Name spielt auf einen der pr\u00e4genden Momente der Radiogeschichte an, den Bericht vom Ungl\u00fcck des <a title=\"Wikipedia-Eintrag zur Hindenburg\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/LZ_129\" target=\"_blank\">Zeppelins &#8220;Hindenburg&#8221; 1937<\/a>.<\/p>\n<p><a rel=\"attachment wp-att-625\" href=\"http:\/\/eventualitaetswabe.de\/?attachment_id=625\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-625\" style=\"margin: 5px;\" title=\"screenshot_hindenburg\" src=\"http:\/\/eventualitaetswabe.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/screenshot_hindenburg-300x223.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"223\" srcset=\"http:\/\/eventualitaetswabe.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/screenshot_hindenburg-300x223.jpg 300w, http:\/\/eventualitaetswabe.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/screenshot_hindenburg.jpg 1011w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Eigentlich handelt es sich bei Nsakas Hindenburg um ein Programmpaket &#8211; einmal um &#8220;Hindenburg Journalist&#8221; , ein Aufnahme- und Schnitttool speziell f\u00fcr die Belange von Radiojournalisten &#8211; und den &#8220;Hindenburg Field Recorder&#8221;, eine iPhone-App zur Aufnahme und grundlegenden Bearbeitung von Audiomaterial.<\/p>\n<p>Beide Programme erweisen sich als f\u00fcr medienp\u00e4dagogische \/ schulische Belange allerbestens geeignet. Die Ausrichtung des Programms auf effizientes radiojournalistisches Arbeiten f\u00fchrt zu einem Verzicht auf \u00fcberfl\u00fcssige Funktionsvielfalt. Viele vergleichbare Programme (auch das ansonsten hoch gesch\u00e4tzte Audacity) decken auch den Mehrspurenmix z.B. von Musik ab und bringen die entsprechenden Werkzeuge mit; f\u00fcr das in medienp\u00e4dagogischen Zusammenh\u00e4ngen oft realisierte Arbeiten mit kleinen Radiobeitr\u00e4gen, H\u00f6rspielen usw. sind diese Funktionen oft eher verwirrend und st\u00f6rend.<\/p>\n<p>Hindeburg Journalist pr\u00e4sentiert sich mit einer sehr aufger\u00e4umten Oberfl\u00e4che, das Programm l\u00e4sst sich auf Deutsch umstellen. Es sind nach Programmstart 4 Spuren voreingestellt: Sprache, Interview, Hintergrund und Musik. Damit lassen sich alle grundlegenden Anforderungen erf\u00fcllen, weitere Spuren k\u00f6nnen nat\u00fcrlich angelegt werden.<\/p>\n<p>Anders als bei Audacity werden die Aufnahmen in bestehende und jeweils ausgew\u00e4hlte Spuren gelegt, die Aufnahmelautst\u00e4rke wird automatisch angepasst, die jeweilige Aufnahme bekommt automatisch die Anfasser f\u00fcr H\u00fcllkurve, Blende und Trimmen zugewiesen. Das Einbauen von Blenden und Kreuzblenden ist denkbar einfach, f\u00fcr effizientes Arbeiten gibt es die entsprechenden Kurzbefehle per Tastaturk\u00fcrzel. Ein Import von Audiomaterial ist selbstverst\u00e4ndlich m\u00f6glich. Beim Export des fertigen Materials wird automatisch auf radiotauglich ausgewogene Lautst\u00e4rkeverh\u00e4ltnisse geachtet, der Hersteller orientiert sich nach eigener Aussage an den Standards der Europ\u00e4ischen Rundfunkunion EBU.<!--more--><\/p>\n<p>Das grundlegende Arbeitsverfahren wird gut nachvollziehbar beschrieben im <a title=\"Handbuch Hindenburg Journalist (Windows)\" href=\"http:\/\/nsaka.com\/doc\/Hindenburg%20Journalist%20Windows.pdf\" target=\"_blank\">PDF-Handbuch<\/a>.<br \/>\nMeine ersten Versuche mit der Software hinterlassen den Eindruck, dass das Programm recht sparsam mit Rechnerressourcen umgeht, der Hersteller empfiehlt die Software auch zum Gebrauch auf Netbooks. Neben der Windows-Version gibt es auch eine f\u00fcr MacOS.<\/p>\n<p>Hindenburg Journalist ist in unterschiedlichen Ausgaben verf\u00fcgbar: einer kostenlosen Basic-Variante sowie einer Professional-Variante (g\u00fcnstige\u00a0 59\u20ac, Sonderkonditionen f\u00fcr Bildungseinrichtungen und gemeinn\u00fctzige Institutionen sind verhandelbar). Die kostenlose Variante verzichtet auf einige Funktionen (Filter, Equalizer, die bei Hindenburg offensichtlich sehr m\u00e4chtige Zwischenablage, kein Autolevel, kein AAC-Export). Dennoch ist sie f\u00fcr die weitaus meisten Anwendungsgebiete im schulischen \/ medienp\u00e4dagogischen Bereich hinreichend, anderenfalls ist die Pro-Version doch recht bezahlbar. Insgesamt also eine echte Empfehlung!<\/p>\n<p>Kleine Anekdote am Rande: Auf das Tool bin ich \u00fcber Umwege gesto\u00dfen. Beim H\u00f6ren einer meiner Lieblingspodcasts &#8211; &#8220;<a title=\"HP This American Life\" href=\"http:\/\/www.thisamericanlife.org\/\" target=\"_blank\">This American Life<\/a>&#8221; &#8211; n\u00e4mlich. In einer sehr anr\u00fchrenden Geschichte innerhalb von <a title=\"Say anything\" href=\"http:\/\/www.thisamericanlife.org\/radio-archives\/episode\/234\/say-anything\" target=\"_blank\">Episode 234 &#8220;Say anything&#8221; <\/a>ging es um einen jungen Mann, der einen suizidgef\u00e4hrdeten Freund durch mit ihm gef\u00fchrte Audiointerviews von seinen Selbstmordgedanken abbringen wollte. F\u00fcr die Audioaufnahmen hat er sich auf einer Website kundig gemacht, die Radiointeressierten Tools und Techniken nahebringen will: <a title=\"transom.org\" href=\"http:\/\/transom.org\" target=\"_blank\">transom.org<\/a>. Eine wirklich gute Quelle &#8211; und dort gibt es ein sehr ausf\u00fchrliches <a title=\"Review Hindenburg\" href=\"http:\/\/transom.org\/?p=12909\" target=\"_blank\">Review zu Hindenburg<\/a>.<\/p>\n<p>Wir haben Hindenburg im Einsatz mit Grundsch\u00fclern getestet &#8211; die K\u00e4ferklasse der <a title=\"Lobdeburgschule\" href=\"http:\/\/www.lobdeburgschule.jena.de\" target=\"_blank\">Lobdeburgschule <\/a>(altersgemischt, Klasse 1-3) hatte dabei Geschichten und Gedichte mit Bezug zum Themenbereich Wetter zu schreiben und unter Hilfe des Zivildienstleistenden aufzunehmen. Das Tool hat sich dabei als sehr tauglich erwiesen. Hier eine Gewittergeschichte als kleines <a title=\"H\u00f6rbeispiel Gewittergeschichte\" href=\"https:\/\/www.humyo.de\/DQTjTPq\/hoerspiel_lbs_kaefer\/Gedichte_Hindenburg\/03-AudioTrack%2003.mp3?a=20s-2lf9Ylw\" target=\"_blank\">H\u00f6rbeispiel<\/a> \ud83d\ude42<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eher duch Zufall stie\u00df ich k\u00fcrzlich auf ein ganz hervorragendes Audioschnittprogramm, dem ich hier eine ganz klare Empfehlung aussprechen m\u00f6chte. Zugegeben &#8211; &#8220;Hindenburg&#8221; ist ein zun\u00e4chst etwas verwunderlicher Name f\u00fcr ein Audioschnittprogramm. 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