{"id":499,"date":"2010-09-25T22:11:58","date_gmt":"2010-09-25T20:11:58","guid":{"rendered":"http:\/\/eventualitaetswabe.de\/?p=499"},"modified":"2010-09-26T12:58:36","modified_gmt":"2010-09-26T10:58:36","slug":"aktive-filmanalyse-mit-big-buck-bunny-und-pivot-animator","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/eventualitaetswabe.de\/?p=499","title":{"rendered":"Aktive Filmanalyse mit &#8220;Big Buck Bunny&#8221; und Pivot-Animator"},"content":{"rendered":"<p>Der Einstieg in die Analyse filmischer Ausdrucksmittel kann leicht ziemlich h\u00f6lzern geraten, gerade j\u00fcngeren Sch\u00fclern erschlie\u00dft sich oft nicht so recht, warum sie sich mit Einstellungsgr\u00f6\u00dfen, Kamerapositionen und dergleichen herumschlagen sollen. Die Frage ist im \u00dcbrigen durchaus gerechtfertigt &#8211; sofern es bei einem rein analytischen Zugriff bleibt. Im Medienkunde-Unterricht (Klassenstufe 8 ) hab ich k\u00fcrzlich einmal einen etwas anderen Zugriff gew\u00e4hlt, der vielleicht &#8211; zumindest vom Ansatz her &#8211; ganz interessant sein mag.<br \/>\n<object classid=\"clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000\" width=\"640\" height=\"385\" codebase=\"http:\/\/download.macromedia.com\/pub\/shockwave\/cabs\/flash\/swflash.cab#version=6,0,40,0\"><param name=\"allowFullScreen\" value=\"true\" \/><param name=\"allowscriptaccess\" value=\"always\" \/><param name=\"src\" value=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/XSGBVzeBUbk?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0\" \/><param name=\"allowfullscreen\" value=\"true\" \/><embed type=\"application\/x-shockwave-flash\" width=\"640\" height=\"385\" src=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/XSGBVzeBUbk?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0\" allowscriptaccess=\"always\" allowfullscreen=\"true\"><\/embed><\/object><\/p>\n<p>Der Einstieg in die Materie erfolgte \u00fcber den herrlichen Kurzfilm <a title=\"HP Big Buck Bunny\" href=\"http:\/\/www.bigbuckbunny.org\/\" target=\"_blank\">&#8220;Big Buck Bunny&#8221;<\/a>. Der ist humorvoll, handwerklich sehr sauber gemacht, bietet eine reiche Auswahl filmischer Mittel und l\u00e4dt dar\u00fcber hinaus zu einer Auseinandersetzung mit der Thematik Open Source ein. Nach dem unkommentierten &#8211; und durchaus genussvollen &#8211; ersten Anschauen des Filmchens und einem Austausch \u00fcber die ersten Seherfahrungen bietet es sich an, den Filmeinstieg etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Er\u00f6ffnungssequenz bis ca. 0:45 zeigt schon fast beispielhaft eine logische Abfolge von Einstellungsgr\u00f6\u00dfen und Kamerapositionen, clever montiert, um eine effektive Exposition zu schaffen. Das wird bei entsprechender Fragestellung auch eher unerfahrenen Betrachtern deutlich. Sehr gut geeignet sind auch die beliebten Pixar-Shorts (etwa <a title=\"Geri's Game\" href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=1m7dcbIKvlw\" target=\"_blank\">Geri&#8217;s Game<\/a> oder <a title=\"For the Birds\" href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=i861adrvBZ4\" target=\"_blank\">For the Birds<\/a>) oder &#8211; f\u00fcr \u00e4ltere Sch\u00fcler &#8211; die BMW-Shorts (mein Favorit:<a title=\"Beat the Devil\" href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=1ukgB2_AhkQ\" target=\"_blank\"> Beat the devil<\/a>)<\/p>\n<p>In einem n\u00e4chsten Schritt sollten die Sch\u00fcler versuchen, eine funktionierende Abfolge von Einstellungsgr\u00f6\u00dfen und Kamerapositionen selbst zu schaffen. Da der Einsatz &#8211; gar die Selbstaufnahme &#8211; von Realvideo daf\u00fcr viel zu aufw\u00e4ndig und komplex w\u00e4re, sind Alternativen gefragt. Wenn man bereit ist, gewisse Kompromisse einzugehen, bietet sich ein einfaches Animationsprogramm wir der Pivot Stick Figure Animator an. Der ist ohne Installation lauff\u00e4hig, sehr schnell zu durchschauen, weckt den Spieltrieb und f\u00fchrt &#8211; bei aller Abstraktion &#8211; zu ganz ansehnlichen Ergebnissen. Das Programm erlaubt es, kleine Strichm\u00e4nnchen Schritt f\u00fcr Schritt zu animieren, es k\u00f6nnen selbst Strichfiguren und andere Objekte (&#8220;Sprites&#8221;) erstellt werden, auch das Einbinden von Hintergrundgrafiken ist m\u00f6glich. Die Frameraten sind variabel, das kann den Arbeitsaufwand etwas reduzieren. Die fertigen Animationen k\u00f6nnen nach animated gif exportiert werden, so sind sie programmunabh\u00e4ngig verf\u00fcgbar.<br \/>\n<!--more--> Der Einarbeitungsaufwand ist sehr gering, die Sch\u00fcler kommen nach einer kurzen Einweisung und spielerischen Erprobung sehr gut damit zurecht. Das f\u00fchrte dazu, dass sie recht z\u00fcgig eigene kleine Animationen, die eine sinnvolle Abfolge von Einstellungsgr\u00f6\u00dfen und Kamerapositionen emulieren sollten, erstellen konnten. Das Vergn\u00fcgen daran war offensichtlich, zumal im Anschluss in mehreren Auswahlschritten der Pivot-Oskar der jeweiligen Klasse ermittelt wurde (dabei wurden Punkte nach einem vorgegebenenen Bewertungsraster vergeben, in diesem wurden Kriterien wie Originalit\u00e4t, fl\u00fcssige Animation, Aufwand bei der Erstellung, Gestaltung des Hintergrunds, Anwenden der Einstellungsgr\u00f6\u00dfen, Erstellung eigener Strichm\u00e4nnchen etc. erfasst). Die gesamte Einheit l\u00e4uft innerhalb eines Moodle-Kurses.<\/p>\n<p>Insgesamt darf das Verfahren als gelungen und &#8211; mit Blick auf das Unterrichtsziel &#8211; durchaus effektiv gelten. Dennoch gibt es einige kritische Punkte, die bei einem \u00e4hnlichen Vorgehen zu beachten w\u00e4ren:<\/p>\n<ul>\n<li>Das Programm wird seit der letzten Version 3.1beta von 2005 nicht mehr weiterentwickelt, die Homepage des Verfassers existiert nicht mehr. Man muss sich das Programm also aus einem Downloadportal wie z.B. <a title=\"Download bei Softpedia\" href=\"http:\/\/www.softpedia.com\/get\/Multimedia\/Graphic\/Graphic-Others\/Pivot-Stickfigure-Animator.shtml\" target=\"_blank\">Softpedia <\/a>besorgen. Dabei ist Vorsicht angebracht, es gibt auch Portale, die f\u00fcr das freie Programm Geb\u00fchren verlangen!<\/li>\n<li>Die GUI der Software ist Englisch, aber nach kurzen Erl\u00e4uterungen ist der Umgang unkompliziert.<\/li>\n<li>F\u00fcr das angestrebte Unterrichtsziel &#8211; Emulieren von Einstellungsgr\u00f6\u00dfen &#8211; ist das Programm eigentlich nicht perfekt geeignet; eine glaubw\u00fcrdige Emulation w\u00fcrde n\u00e4mlich bedeuten, dass man mehrere unterschiedlich gro\u00dfe Ausschnitte der Hintergrundgrafik anfertigt und einsetzt, was den Aufwand nat\u00fcrlich erh\u00f6ht. Eine &#8220;echte&#8221; variable Kameraposition bietet das Programm nicht.<\/li>\n<li>Wenn f\u00fcr die Hintergrundgrafik z.B. ein Foto als jpeg verwendet wird, geht die Farbvielfalt beim Export nach animated gif verloren, da gif ja nur 256 Farben kennt. Der Effekt kann durchaus interessant sein, ist aber nicht wirklich steuerbar. Gut machbar dagegen ist das Erstellen einfacher eigener Hintertgr\u00fcnde zB mit Paint.<\/li>\n<li>Man sollte darauf achten, den Hintergrund (bzw die Hintergr\u00fcnde) gleich von Anfang an einzubinden. Ein nachtr\u00e4gliches (also nach Erstellen des animierten Frames) Einbinden ist m\u00f6glich &#8211; dann muss man den Hintergrund jedoch manuell f\u00fcr jeden einzelnen Frame einbinden.<\/li>\n<li>Der Export nach avi ist zwar als Option angegeben, aber in der vorliegenden Version nicht wirklich implementiert.<\/li>\n<li>Sch\u00fcler der bei mir aktiven Altersgruppe neigen sehr zum Animieren wenig sinnvoller, z.T recht brutaler Kampf- und Metzelszenen (\u00fcbrigens stellen die auch die Mehrzahl der unter Pivot zu findenden Beispiele auf youtube) &#8211; das ist sicher nicht immer das, was man im Unterricht erreichen m\u00f6chte. Die Aufgabenstellung sollte das von Anfang an ber\u00fccksichtigen.<\/li>\n<li>Sehr positiv ist, dass das Programm frei verf\u00fcgbar und ohne Installation lauff\u00e4hig ist, das macht sowohl den Einsatz im Schulcomputernetz als auch die legale Nutzung durch Sch\u00fcler zu Hause deutlich einfacher.<\/li>\n<li>Eine kurze Einf\u00fchrung in den Umgang mit dem Programm gibt es <a title=\"Tutorial mediamanual.at\" href=\"http:\/\/www.mediamanual.at\/mediamanual\/workshop\/video\/animation\/animat_20.php\" target=\"_blank\">mediamanual.at<\/a>, beim <a title=\"Pivotforum\" href=\"http:\/\/www.pivotforum.de\/\" target=\"_blank\">deutschen Pivot-Forum<\/a> findet man u.a. eine ganze Menge von stick figures, sprites usw.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Hier nun einige Beispiele f\u00fcr Sch\u00fclerarbeiten.<\/p>\n<p>Tim l\u00e4sst seinen Schl\u00e4fer mit einer St\u00f6rung fertig werden und wendet dabei tats\u00e4chlich unterschiedliche Kadrierungen an:<\/p>\n<p><a rel=\"attachment wp-att-506\" href=\"http:\/\/eventualitaetswabe.de\/?attachment_id=506\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-506 alignnone\" style=\"margin: 5px;\" title=\"Tims Pivot\" src=\"http:\/\/eventualitaetswabe.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/meinfilm.gif\" alt=\"\" width=\"728\" height=\"505\" srcset=\"http:\/\/eventualitaetswabe.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/meinfilm.gif 728w, http:\/\/eventualitaetswabe.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/meinfilm-300x208.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 728px) 100vw, 728px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Clara imitiert ziemlich geschickt r\u00e4umliche Tiefe:<\/p>\n<p><a rel=\"attachment wp-att-507\" href=\"http:\/\/eventualitaetswabe.de\/?attachment_id=507\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-507 alignnone\" style=\"margin: 5px;\" title=\"SCHWIMMER\" src=\"http:\/\/eventualitaetswabe.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/SCHWIMMER.gif\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"375\" srcset=\"http:\/\/eventualitaetswabe.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/SCHWIMMER.gif 500w, http:\/\/eventualitaetswabe.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/SCHWIMMER-300x225.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Sophie arbeitet mit einem selbst erstellten Hintergrund:<\/p>\n<p><a rel=\"attachment wp-att-508\" href=\"http:\/\/eventualitaetswabe.de\/?attachment_id=508\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-508 alignnone\" style=\"margin: 5px;\" title=\"sandstrandliebeskomoedie\" src=\"http:\/\/eventualitaetswabe.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/sandsrandliebeskomoedie.gif\" alt=\"\" width=\"277\" height=\"208\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"padding: 10px 0\">http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=1m7dcbIKvlw&#8221;<\/div>\n<p>Der Einstieg in die Analyse filmischer Ausdrucksmittel kann leicht ziemlich h\u00f6lzern geraten, gerade j\u00fcngeren Sch\u00fclern erschlie\u00dft sich oft nicht so recht, warum sie sich mit Einstellungsgr\u00f6\u00dfen, Kamerapositionen und dergleichen herumschlagen sollen. 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